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Was ist ein Domainname?

Ein Domainname ist ein für Menschen lesbarer Name in der DNS-Hierarchie, etwa example.org. Er lässt sich für Websites, E-Mail und andere Dienste nutzen – mit dem Kauf einer Domain entsteht aber noch keiner davon. Der Name wird nach den Regeln der jeweiligen Registry unter einer Top-Level-Domain registriert und anschließend über DNS konfiguriert.

Wie Domainnamen aufgebaut sind

Einen Namen liest man von rechts nach links: In www.example.org ist org die Top-Level-Domain, darunter ist example registriert, und www ist eine Subdomain, die der Domaininhaber selbst einrichtet. Der Punkt ganz rechts steht für die DNS-Root, Browser lassen ihn aber meist weg. Eine Subdomain kann auf ein anderes Ziel zeigen als der Hauptname oder einem völlig anderen Zweck dienen.

Über die DNS-Delegation wird der registrierte Name mit autoritativen Nameservern verknüpft. Diese Server veröffentlichen Einträge wie A und AAAA für Adressen, MX für E-Mail und TXT für Verifizierungen. Eine Domain kann ganz ohne Adresseinträge existieren, und eine Website kann ausfallen, obwohl ihr DNS stimmt. Registrierung, DNS-Hosting und Webhosting können von verschiedenen Anbietern stammen.

Registrierung und Kontrolle

Mit der Registrierung erwirbt der Inhaber das Recht, einen Namen für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen – zu den Bedingungen der Registry und des Registrars. Ein dauerhaftes Eigentum an einem Wort ist das nicht. Sorgen Sie dafür, dass Sie Zugang zum Registrar-Konto behalten, Ihre Kontaktdaten stimmen und die Verlängerung zuverlässig bezahlt wird. Eine versäumte Verlängerung kann Dienste unterbrechen und – je nach Lebenszyklus der Registry – irgendwann dazu führen, dass jemand anderes den Namen registriert.

Ein Transfer verlegt die Registrierung zu einem anderen Registrar, ein Wechsel der Nameserver verlegt den DNS-Betrieb, und eine Änderung des A-Eintrags lässt einen Host auf eine andere Adresse zeigen. Diese Vorgänge werden oft verwechselt. Exportieren Sie vor einem Anbieterwechsel die Zonendaten und stellen Sie sicher, dass Mail- und Verifizierungseinträge erhalten bleiben. Eine Domainsperre und Mehrfaktor-Authentifizierung schützen vor unbefugten Änderungen.

Einen guten Namen wählen

Wählen Sie eine einprägsame Schreibweise, die sich leicht diktieren lässt und kaum mit einer anderen Organisation verwechselt wird. Prüfen Sie die Registrierungsregeln der gewünschten Top-Level-Domain, den Preis späterer Verlängerungen und mögliche Markenkonflikte. Internationalisierte Domainnamen erlauben Zeichen außerhalb von ASCII, doch ihre kodierte Form und ähnlich aussehende Zeichen können das Weitergeben erschweren und Sicherheitsprobleme verursachen.

Hinterlegen Sie eine Kontaktadresse, die nicht allein von der verwalteten Domain abhängt – so kommen Sie auch dann wieder an das Registrar-Konto, wenn DNS oder E-Mail ausfallen. Dokumentieren Sie, wer Registrar, DNS-Anbieter, Hosting und Zertifikate verwaltet. Dann geht der Zugang nicht verloren, wenn ein Teammitglied oder Dienstleister ausscheidet.

Domainprobleme diagnostizieren

Prüfen Sie zuerst, ob die Registrierung aktiv ist und die vorgesehenen autoritativen Nameserver delegiert sind. Fragen Sie dann bei diesen Servern die benötigten Eintragstypen ab. Ist die DNS-Antwort korrekt, testen Sie den Web- oder Mail-Dienst separat. Notieren Sie den genauen Namen, den Eintragstyp und die Uhrzeit, denn Caches können nach einer Änderung noch eine Weile ältere Antworten liefern.

DNSSEC und moderne Diagnose der Registrierung

Fällt eine Domain aus, betrachten Sie Registrierungsstatus, DNS-Delegation und Zoneninhalt getrennt. Mit RDAP lassen sich Registrierungsdaten prüfen; DNSSEC schützt die Integrität signierter DNS-Daten, verschlüsselt Anfragen aber nicht. Siehe RDAP und DNSSEC.