RDAP: Der moderne Nachfolger von WHOIS
WHOIS läuft traditionell über TCP-Port 43 und kennt kein einheitliches Antwortformat. RDAP ist dagegen eine HTTP-API mit JSON-Darstellungen, Statuscodes, Links und automatischer Dienstermittlung. Für generische Top-Level-Domains hat ICANN am 28. Januar 2025 RDAP zum maßgeblichen Dienst für Registrierungsdaten gemacht; für länderspezifische Domains können andere Regeln gelten.
Worin sich RDAP von WHOIS unterscheidet
Eine strukturierte Antwort heißt nicht, dass jedes Feld öffentlich ist. Daten können geschwärzt oder nur berechtigten Abfragenden angezeigt werden. Fehlt der Name des Domaininhabers, bedeutet das also nicht, dass die Domain keinen Inhaber hat.
So lesen Sie eine RDAP-Antwort
RDAP deckt auch Internet-Nummernressourcen ab. Die regionalen Internet-Registries stellen darüber Informationen zu IP-Netzen und autonomen Systemen bereit. Ein solcher Datensatz nennt den Ressourceninhaber oder Netzbetreiber, aber nicht zwangsläufig die Person, die eine Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt genutzt hat.
Beginnen Sie mit der Übersicht zu WHOIS und RDAP und gleichen Sie den Netzwerkkontext anschließend mit der Standortabfrage von 2IP ab. Registrierungsdaten taugen nicht als Nachweis für einen genauen physischen Standort. Registrierungsdaten zu einer IP-Adresse liefert die IP-Abfrage von 2IP.
Worauf Sie achten sollten
Prüfen Sie Objekttyp, Status, Registrierungsereignisse, Nameserver und die Links zu den autoritativen Diensten. Ein Ablaufdatum bedeutet nicht, dass die Domain sofort wieder frei wird, denn die Regeln für den Lebenszyklus legen Registry und Registrar fest. Das Antwortformat von RDAP ist in RFC 9083 spezifiziert.