So nutzen Sie nslookup für DNS-Einträge und die Fehlersuche
Nslookup ist ein Kommandozeilenwerkzeug, mit dem Sie einen DNS-Server zu einer Domain oder einer IP-Adresse befragen. So lässt sich ein Problem bei der Namensauflösung von einem Fehler der Website oder des Mail-Dienstes unterscheiden. Die Antwort hängt vom gewählten Resolver und seinem Cache ab und stammt nicht unbedingt aus der autoritativen Quelle.
Den Eintragstyp wählen
A- und AAAA-Einträge liefern IPv4- und IPv6-Adressen. MX-Einträge nennen Mail-Exchanger, NS-Einträge die Nameserver, und TXT-Einträge enthalten Text, den mehrere Protokolle nutzen. Eine Rückwärtsabfrage für eine IP-Adresse fragt nach einem PTR-Eintrag, sofern es einen gibt. Fehlt ein Eintrag eines Typs, heißt das nicht, dass die ganze Domain fehlt.
Eine DNS-Antwort kann mehr als eine Adresse enthalten, und welche Adresse gewählt wird, kann je nach Resolver oder Standort variieren. Ein CNAME ist ein Alias für einen anderen Namen und selbst keine IP-Adresse. Achten Sie auf den Typ und nicht nur auf den Wert, bevor Sie Einstellungen für Website, E-Mail oder Sicherheit ändern.
Befehle zum Ausprobieren
Mit nslookup example.com fragen Sie den konfigurierten Resolver nach Adresseinträgen. Mit nslookup -type=MX example.com 1.1.1.1 fordern Sie MX-Einträge von einem bestimmten Server an. Ersetzen Sie bei der Fehlersuche die reservierte Beispieldomain durch Ihre eigene und wählen Sie einen Resolver, den die Richtlinien Ihres Netzwerks erlauben.
Für eine Rückwärtsabfrage geben Sie die IP-Adresse als Suchbegriff an. Ein PTR-Ergebnis zeigt einen für diese Adresse konfigurierten Namen; wer den Host betreibt, wird damit nicht unabhängig bestätigt. Widersprechen sich zwei Antworten, fragen Sie einen weiteren Resolver oder den autoritativen Nameserver.
Eine unerwartete Antwort deuten
Resolver halten frühere Einträge unter Umständen im Cache, bis ihre TTL abläuft. Nach einer DNS-Änderung können verschiedene Resolver daher eine Zeit lang unterschiedliche Ergebnisse liefern. Ein Timeout kann bedeuten, dass der abgefragte Server nicht erreichbar, blockiert oder langsam ist – er beweist nicht, dass die Domain keine Einträge hat. NXDOMAIN heißt, dass dieser Resolver den abgefragten Namen als nicht existent gemeldet hat.
Vergleichen Sie die aktuelle autoritative Konfiguration, den Resolver des betroffenen Clients und den erwarteten Eintrag. Prüfen Sie die Schreibweise und eventuelle Subdomains. Fällt eine Website aus, testen Sie nach der DNS-Auflösung die direkte Erreichbarkeit; ein korrekter Adresseintrag garantiert nicht, dass Webserver oder TLS-Konfiguration funktionieren.
Prüfen Sie bei E-Mail-Problemen den Namen des MX-Ziels separat und stellen Sie sicher, dass er in eine Adresse aufgelöst wird. Verwechseln Sie die MX-Präferenz nicht mit einer Leistungsbewertung: Kleinere Werte bedeuten höhere Priorität, und die Zustellung hängt zusätzlich davon ab, ob der empfangende Mailserver erreichbar ist.
Rekursive und autoritative Antworten vergleichen
Ein einzelnes nslookup-Ergebnis kann den Cache des gewählten Resolvers widerspiegeln. Vergleichen Sie nach einer Zonenänderung mit einer autoritativen Antwort und berücksichtigen Sie die TTL. Siehe DNS-Caching und Verzögerungen bei DNS-Änderungen.