Was ist Spam?
Spam ist unerwünschte Massenkommunikation – meist per E-Mail, aber auch über soziale Netzwerke, Messenger und Kommentare. Dahinter kann Werbung stecken, Betrug oder ein Verbreitungsweg für Schadsoftware. Dass eine Nachricht unaufgefordert kommt, heißt noch nicht, dass sie gefährlich ist; mit ihren Links, Anhängen und Aufforderungen sollten Sie trotzdem vorsichtig umgehen.
Warum Spam bei Ihnen landet
Adressen werden von öffentlichen Seiten gesammelt, stammen aus kompromittierten Datenbanken, werden durch Ausprobieren erraten oder über Formulare weitergegeben. Ein Absender kann zudem das sichtbare From-Feld fälschen. Wer Spam erhält, dessen Postfach ist nicht automatisch gehackt. Melden Ihre Kontakte E-Mails, die angeblich von Ihnen stammen, prüfen Sie die gesendeten Objekte, aktive Sitzungen und Anmeldeeinstellungen Ihres Kontos und bitten Sie den Anbieter um die relevanten Protokolle.
Massenversender wechseln Domains, Formulierungen und Infrastruktur, um Kontrollen zu umgehen. Eine einzelne Beschwerde oder Blacklist kann nicht jede Kampagne stoppen. Eine Adresse auf einer öffentlichen Seite erhöht unter Umständen das Risiko; sie als Bild zu verstecken, macht sie jedoch schlechter nutzbar, ohne das Sammeln wirklich zu verhindern. Funktionsadressen oder Aliasse helfen, Zugriff und Sichtbarkeit zu steuern.
Wie Filter arbeiten
Mail-Dienste bewerten die Reputation des Absenders, die Authentifizierung, Inhaltsmuster, Meldungen von Nutzern und weitere Signale. SPF legt fest, welche Server für eine Domain senden dürfen, DKIM signiert Nachrichten, und DMARC teilt Empfängern mit, wie sie die Übereinstimmung bewerten und Fehler melden sollen. Diese Mechanismen erschweren manche Identitätsfälschungen, doch auch eine authentifizierte Domain kann unerwünschte Nachrichten verschicken. Filter können legitime E-Mails falsch einstufen; schauen Sie also in den Spam-Ordner, wenn erwartete Nachrichten fehlen.
Eine Blacklist verzeichnet Quellen, die mit Missbrauch in Verbindung gebracht werden; für einen Anbieter ist sie ein Kriterium unter mehreren, kein allgemeingültiges Urteil. Shared Hosting oder dynamisch vergebene Adressen erschweren die Zuordnung. Werden Ihre eigenen legitimen E-Mails abgelehnt, sehen Sie sich zuerst die genaue SMTP-Fehlermeldung und die Versandkonfiguration Ihres Anbieters an, bevor Sie die Entfernung von einer Liste beantragen.
Sicherer Umgang
Öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge und geben Sie keine Passwörter über einen Link aus einer Nachricht ein. Rufen Sie den Dienst über ein bekanntes Lesezeichen oder eine selbst eingetippte Adresse auf und bestätigen Sie dringende Anfragen über einen anderen Kanal. Klicken Sie in einer offensichtlich betrügerischen Nachricht nicht auf „Abbestellen“ – damit bestätigen Sie womöglich, dass Ihre Adresse aktiv ist. Bei einem echten Newsletter eines bekannten Absenders ist die Abmeldefunktion dagegen meist der richtige Weg.
Markieren Sie unerwünschte Nachrichten in Ihrem Mailprogramm als Spam, blockieren Sie bei Bedarf wiederkehrende Absender und melden Sie Betrug über das Missbrauchsverfahren des Anbieters. Bewahren Sie Beweise auf, wenn eine Nachricht Sie bedroht oder einen Finanzbetrug enthält. Leiten Sie einen aktiven schädlichen Anhang nicht an andere weiter.
Wenn Sie auf eine Nachricht reagiert haben
Haben Sie auf einer verdächtigen Seite ein Passwort eingegeben, ändern Sie es umgehend über die offizielle Website, beenden Sie unbekannte Sitzungen und aktivieren Sie die Mehrfaktor-Authentifizierung. Haben Sie einen Anhang geöffnet, aktualisieren und scannen Sie das Gerät und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie ungewöhnliche Aktivitäten bemerken. Wurden Zahlungsdaten preisgegeben, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank oder den betroffenen Dienst. Die Reaktion sollte sich danach richten, welche Daten oder Zugänge tatsächlich gefährdet sind.
Authentifizierung zusammen mit dem Nachrichtenweg lesen
SPF, DKIM und DMARC beantworten unterschiedliche Fragen und ersetzen nicht die Analyse der gesamten Nachricht. Vergleichen Sie Authentication-Results mit den Received-Feldern und den Domains der Links. Siehe E-Mail-Header sowie SPF, DKIM und DMARC.