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BGP und ASN: Wie Netze im Internet Routen austauschen

Ein autonomes System ist ein Verbund aus IP-Netzen und Routern, die nach einer gemeinsamen Routing-Richtlinie betrieben werden. Ihm kann eine ASN zugewiesen sein. Eine ASN kennzeichnet weder einen Server noch einen Nutzer, sondern einen Teilnehmer am Interdomain-Routing.

Was BGP und ASNs verraten

Registrierungsdaten zu einer ASN lassen sich mit der Übersicht zu autonomen Systemen und mit IP-Daten abgleichen. Ein Betreiber kann mehrere ASNs nutzen, und ein einzelner Onlinedienst kann von mehreren Netzbetreibern abhängen.

So untersuchen Sie die Route zwischen Netzen

BGP verbreitet die Erreichbarkeit von IP-Präfixen zusammen mit Routenattributen. AS_PATH hält fest, welche autonomen Systeme eine Ankündigung durchlaufen hat – eine geografische Karte ist das aber ebenso wenig wie ein garantierter Nachweis des Weges jedes einzelnen Pakets.

Welche Route gewählt wird, hängt von den Richtlinien der Betreiber, von Peering und von Backup-Verbindungen ab. Ein Ziel kann daher dieselbe IP-Adresse behalten, während sich die Route dorthin ändert. Wem ein Präfix zugeteilt ist, zeigt die IP-Abfrage von 2IP.

Was BGP nicht verrät

Gleichen Sie ASN und Präfix mit der Standortabfrage von 2IP ab und untersuchen Sie dann den beobachteten Pfad per Traceroute. Schließen Sie nicht allein aus der Länge des AS_PATH auf eine Störung: BGP beschreibt die Steuerungsebene, während Traceroute nur einen begrenzten Blick auf die Datenebene liefert.

Die grundlegende Spezifikation von BGP-4 ist RFC 4271.